Henri Beyle

Stendhal

Geboren am 23.01.1783 in Grenoble, gestorben am 23.03.1842 in Paris.

Bereits 1799 verläßt er seine als provinziell empfundene Heimat und geht nach Paris, eigentlich, um an der École Polytechnique zu studieren. Er nimmt jedoch kein Studium auf, sondern schließt sich 1800 der Napoleonischen Armee an, nimmt als Offizier am siegreichen Italienfeldzug teil und bringt es 1808 bis zum hohen Beamten im Département Oker im von Frankreich besetzten Westphalen. Nach dem Armeedienst in Napoleons Rußlandfeldzug 1812 wird er Chef der Verwaltung der kaiserlichen Besitztümer (vor allem der Schlösser samt ihren Kunstschätzen). Nach Napoleons Abdankung 1814 verliert Stendhal jedoch seine Ämter und verläßt Frankreich. Nach mehrjährigem Aufenthalt in Mailand, von wo er, als Verschwörer verdächtigt, fliehen muß, kehrt er nach Paris zurück und erhält schließlich 1830 einen unbedeutenden Posten als Konsul in einer kleinen Hafenstadt.

Seine literarische Karriere beginnt er mit Biographien, Reiseberichten und kunsthistorischen Werken. 1827 erscheint sein erster Roman 'Armance', 1830 sein berühmtestes Werk 'Le Rouge et Le Noir'. Zu seinen Lebzeiten fand Stendhal wenig Anerkennung. Victor Hugo äußerte, daß "von Herrn Stendhal" nichts bleiben werde, "nicht einen einzigen Augenblick hat er sich auch nur vorstellen können, was Schreiben eigentlich heißt." Goethe hingegen erkannte in "Rot und Schwarz" einen der bedeutendsten Romane der Zeit. In Verehrung von Johann Joachim Winckelmann wählte Beyle sein Pseudonym nach dessen Geburtsort Stendal im heutigen Sachsen-Anhalt.


Werke u.a.


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