Robert Kraft

Pseudonym: Knut Larsen

Geboren am 03.10.1869 in Leipzig; gestorben am 10.05.1916 in Dresden.

Als Zwanzigjähriger heuerte er auf einem Schiff an und verbrachte die Jahre zwischen 1889 und 1895 vor allem auf See. Seine zum Teil abenteuerlichen Erlebnisse während dieser Zeit, besonders in Ägypten, nutzte er später, um sie in seinen Romanen vielfältig zu verarbeiten. Ab 1895 begann er vor allem für Zeitschriften, Heftreihen und Kolportageverlage zu schreiben und machte sich (nach dem Weggang Karl Mays) beim berühmt-berüchtigten Münchmeyer-Verlag einen Namen. Schon mit seinem ersten großen Roman, "Die Vestalinnen" (1895) gelang es ihm, den Kolportageroman aus der Nische der reinen Historien- und Abenteuerliteratur herauszuholen; die Geschichte von modernen amerikanischen Mädchen, die auf eigene Faust um die Welt segeln, um Abenteuer zu erleben, führt emanzipatorische Elemente in den deutschen Spannungsroman ein. Bald kommen humoristische, kriminalistische (Detektiv Nobody) und wissenschaftlich-technische Elemente hinzu (Im Panzerautomobil um die Erde). Kraft bemühte sich zeitlebens, dem Kolportagebetrieb zu entkommen, kehrte aber am Ende seiner Karriere gezwungenermaßen wieder zur Kolportage zurück (Das zweite Gesicht, 1913). Er führte ein unstetes Leben abwechselnd in England, Monaco und Deutschland und starb völlig verarmt 1916 an einem Magenleiden.


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