Jeanne-Marie Leprince de Beaumont

Jeanne-Marie Leprince de Beaumont wurde am 8. April 1711 in Rouen geboren. Als französische Gouvernante für junge Mädchen der adligen Gesellschaft unterrichtete sie zunächst in Frankreich und von 1750 bis 1762 in London.

Während ihrer pädagogischen Tätigkeit entwickelte sie kindgerechte Erzählungen, die sie u.a. 1756 im »Magasin des Enfants où Dialogues entre une sage goùvernante et plusieurs de ces élèves« in London veröffentlichte. Sie stützte sich hierbei auf die im französischen Rokoko in Mode gekommenen höfischen Märchen, denen sie, selbst in der Epoche der Aufklärung lebend, eine zeitnahe Prägung und eine deutlich erzieherische Moral gab.

1762 nach Frankreich zurückgekehrt, widmete sie sich in weiteren Veröffentlichungen Bildungsfragen. Sie starb am 8. September 1780 in Chavanod.

Von den 1756 veröffentlichten Märchen erreichte »Die Schöne und das Tier« weltweite Verbreitung und diente als Vorlage für viele Filme (u.a. von Jean Cocteau, »La Belle et la bête«, Walt Disney) und Musicals. Das darin enthaltene Motiv des Tierbräutigams, das von ihr zu Erziehungszwecken erzählerisch bearbeitet worden war, existierte damals bereits in zahlreichen Versionen, darunter in »Histoire de la Bête« von Gabrielle de Villeneuve (1695 - 1755).


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